» MOBI­LI­TÄT UND KLI­MA­SCHUTZ
IN RHEIN­LAND-PFALZ BRAU­CHEN
EINE POLI­TIK FÜR MEHR RADUND
SCHIE­NEN­WE­GE !

ZUG­unfts­plan“ statt Auto­bahn

Wir wol­len ein­stei­gen, umstei­gen, ankom­men und wei­ter kom­men. Des­halb müs­sen wir jetzt gegen­steu­ern! Umwelt­ver­schmut­zung, Kli­ma­wan­del, Flä­chen­ver­brauch und Fein­staub wol­len und kön­nen wir nicht mehr hin­neh­men. Des­halb for­dert eine Mehr­zahl der Bür­ger und nicht­staat­li­che Orga­ni­sa­tio­nen eine Wei­chen­stel­lung in der Poli­tik für eine star­ke Schie­ne und den Aus­bau des ÖPNV.

Aus dem Wider­stand gegen die dro­hen­de Ent­wid­mung der Bahn­stre­cke Koblenz-Bas­sen­heim haben sich des­halb Akti­ve von BUND, VCD, Pro Bahn, der Bahn-Initia­ti­ve Koblenz-Och­ten­dung e.V., der Brex­bach­t­al­bahn e.V., der IG West­ei­fel­bahn sowie Ver­kehrs­pla­ner und Unter­neh­mer zum „Bünd­nis für Ver­kehrs­wen­de nörd­li­ches Rhein­land-Pfalz“ zusam­men­ge­schlos­sen. Ihr gemein­sa­mes Ziel: Erhalt und Reak­ti­vie­rung aller Schie­nen­stre­cken für einen öko­so­zia­len und zukunfts­fä­hi­gen Güter- und Per­so­nen­ver­kehr, Rad­we­ge bedarfs­ge­recht aus­bau­en und Planungs‑, Geneh­mi­gungsund Bau­pro­zes­se beschleu­ni­gen und Ver­net­zung zu för­dern.

Die Bünd­nis­part­ner wol­len zudem die Bedeu­tung einer funk­tio­nie­ren­den, zukunfts­ori­en­tier­ten Mobi­li­tät stär­ker im Bewusst­sein der Gesell­schaft ver­an­kern und durch eine früh­zei­ti­ge Öffent­lich­keits­be­tei­li­gung mehr Akzep­tanz für Infra­struk­tur­pro­jek­te schaf­fen. Wohin die Rei­se geht, wenn die Ver­kehrs­wen­de nicht end­lich ein­ge­lei­tet und umge­setzt wird, zeigt die ver­stopf­te und mor­bi­de Stra­ßen­in­fra­struk­tur mit Inves­ti­ti­ons­stau in drei­stel­li­ger Mil­li­ar­den­hö­he, Fein­staub­be­las­tung, dro­hen­de Fahr­ver­bo­te in deut­schen Städ­ten, Straf­zah­lun­gen bei Nicht­ein­hal­tung der zuge­sag­ten Ein­spa­run­gen vor dem Welt­kli­ma­rat und – ganz aktu­ell – die Stau­pro­ble­ma­tik rund um Koblenz wegen der Brü­cken­bau­stel­len.

PDF Image­fly­er Bünd­nis

Stadt statt Park­platz

Zie­le & For­de­run­gen

Koblenz und Rhein­land-Pfalz brau­chen eine Ver­kehrs­wen­de — kei­ne neu­en Stra­ßen. Koblenz stöhnt unter Ver­kehrs­lärm, Staus, gesund­heits­schäd­li­chem Fein­staub und Abga­sen. Gleich­zei­tig bleibt der öffent­li­che Ver­kehr weit hin­ter den Erfor­der­nis­sen zurück. Ziel des BÜND­NIS ist des­halb pri­mär die Beschleu­ni­gung der Ver­kehrs­wen­de im Nor­den von Rhein­land-Pfalz, bei der alle noch nutz­ba­ren Schie­nen­stre­cken moder­ni­siert und attrak­tiv in die Ver­kehrs­wen­de ein­ge­bun­den wer­den.

Redu­zie­rung des moto­ri­sier­ten Ver­kehrs

Land in Sicht

Koblenz und der gesam­te Land­kreis sind mit der gegen­wär­ti­gen Füh­rung der Ver­kehrs­strö­me über­for­dert. Eine intel­li­gen­te Ver­kehrs­len­kung, der Aus­bau von Park and Ride-Ange­bo­ten und die Stär­kung des ÖPNV darf sich des­halb nicht auf die Stadt Koblenz beschrän­ken, son­dern muss das Umland in einem Gesamt­kon­zept mit ein­be­zie­hen. Wir brau­chen drin­gend eine Ver­kehrs­wen­de, die zu einer flä­chen­ha­Den Ver­kehrs­be­ru­hi­gung und dem Aus­bau umwelt­ver­träg­li­cher Mobi­li­täts­for­men führt. Durch stadt­pla­ne­ri­sche Maß­nah­men muss des­halb die Ver­kehrs­nach­fra­ge ver­min­dert wer­den und mit der Ver­bes­se­rung von Ange­bo­ten im öffent­li­chen oder nicht moto­ri­sier­ten Ver­kehr kön­nen Wege auf die­se effi­zi­en­te­ren Ver­kehrs­mi­T­el ver­la­gern wer­den. Wich­tig ist, dass das ÖPNV-Sys­tem bedarfs­ori­en­tiert, zuver­läs­sig und kom­for­ta­bel ist und einen ein­fa­chen Wech­sel zwi­schen ver­schie­de­nen Ver­kehrs­trä­gern ermög­licht.

Erhalt und Reak­ti­vie­rung von Eisen­bahn­stre­cken

Die Schie­ne als Leit­li­nie

Dass die Bahn eine – wenn nicht sogar die – ent­schei­den­de Rol­le beim Kli­ma­schutz spielt, ist allen längst klar. Sie ist sicher, ener­gie­ef­fi­zi­ent, leis­tungs­fä­hig und des­halb ein unver­zicht­ba­rer Bestand­teil für die mobi­le und ver­netz­te ZukunD in unse­rem Land. Wir for­dern des­halb die Ver­kehrs­wen­de und Bün­de­lung aller Play­er mit aller Kon­se­quenz – vom Infra­struk­tur­aus­bau über die Reak​tivierung von Bahn­stre­cken bis zur Finan­zie­rung und Innova​tionsförderung.

Die Bun­des­re­gie­rung hat sich laut Koali­ti­ons­ver­trag vor­ge­nom­men, bis 2030 dop­pelt so vie­le Bahn­kun­din­nen und Bahn­kun­den zu gewin­nen wie bis­her und gleich­zei­tig mehr Güter­ver­kehr auf die umwell­reund­li­che Schie­ne zu ver­la­gern. Das kann nur gelin­gen, wenn auch still­ge­leg­ten Eisen­bahn­stre­cken reak­ti­viert wer­den. Dazu stellt eine von der Bun­des­re­gie­rung beauD­rag­te Stu­die zur wis­sen­schaft­li­chen Beglei­tung ihrer Mobi­li­tats-und Kraft­stoff­stra­te­gie stellt fest, dass die Reak­ti­vie­rung von Schie­nen­stre­cken aus Umwelt­sicht sinn­voll ist und dem länd­li­chen Raum neue Chan­cen eröff­nen, statt ihn wei­ter abzu­hän­gen.
Unse­re gemein­sa­men Kern­for­de­run­gen:
1. Erhalt aller Bahn­stre­cken im nörd­li­chen Rhein­land-Pfalz
2. Ver­hin­dern der Ent­wid­mung der Stre­cke Koblenz-Bas­sen­heim
3. Anbin­dung des Gewer­be­ge­biets A61 an die Schie­ne und den Rhein­ha­fen
4. Neue Bahn-Hal­te­punk­te in und um Koblenz
5. Ein „Regio-S-Bahn“-Angebot mit dich­te­ren und bes­ser abge­stimm­ten Fahr­plä­nen
6. Tou­ris­ti­sche Nut­zung vor­han­de­ner Bahn­stre­cken
7. Anbin­dung und Ver­knüp­fung von Bahn, Bus, Rad sowie Fäh­ren zu einem Gesamt­sys­tem

Stadt­bahn Koblenz und Aus­bau des ÖPNV

Inno­va­tiv, Fle­xi­bel, vor Ort

Attrak­ti­ver ÖPNV muss kom­for­ta­bel, zuver­läs­sig, unkom­pli­ziert und preis­wert sein. Nur dann wird er auch genutzt. Das zei­gen alle Erfah­run­gen in Deutsch­land wie dem euro­päi­schen Aus­land. In vie­len Metro­po­len und Regio­nen der Welt, vor allem in der euro­päi­schen Aus­land. In vie­len Metro­po­len und Regio­nen der Welt, vor allem in der Schweiz, unter­stützt die Poli­tik des­halb den Aus­bau und die Moder­ni­sie­rung der Bahn­sys­te­me, damit mehr Rei­sen­de umstei­gen und mehr Güter auf der Schie­ne trans­por­tiert wer​den. Lei­der nicht in Rhein­land-Pfalz! Auch nicht in Koblenz, hier set­zen Par­ti­ku­lar­in­ter­es­sen den Bestand der letz­ten regio­na­len Bahn­stre­cke aufs Spiel. Dabei haben Regio­nal­bah­nen ein enor­mes Poten­zi­al. Sie ver​bessern die Umwelt- und Lebens­si­tua­ti­on und sichern eine nach­hal­ti­ge Regio­nal­ent­wick­lung. Zudem sind Inves­PPo­nen hier­für weit­aus gün­sPger als für den Stra­ßen­bau. Beson­ders Stra­ßen- und Stadt­bah­nen schaf­fen es, die Men­schen zum frei­wil­li­gen Ver­zicht auf den Pkw zu bewe­gen: Wo sol­che Bah­nen ver­keh­ren, wird heu­te schon für 45 bis 55 Pro­zent aller Fahr­ten der ÖPNV genutzt. Wo Bus­se fah­ren, sind es im SchniT nur 10 bis 15 Pro­zent. Nicht nur das spricht für den Aus­bau der Stre­cke Koblenz-Bas­sen­heim als Stadt­bahn, deren Glei­se noch lie­gen und die auf kei­nes Fall ent­wid­met wer­den dür­fen. Statt des­sen bedarf es neu­er Hal­te­punk­te und die Anbin­dung des Gewer­be­ge­biets A61 an die Schie­ne mit Ver­bin­dung an den Rhein­ha­fen

Aus­bau der Rad­in­fra­struk­tur

Angst­frei­es Rad­fah­ren für alle mög­lich machen

Wir wol­len eine Rad­in­fra­struk­tur, die den Ansprü­chen von Rad­fah­ren­den gerecht wird. Unser Ziel ist es, angsl­rei­es Rad­fah­ren für alle mög­lich zu machen und Rad­ver­kehrs­we­ge zu schaf­fen, die zum Ums­Peg auf das Fahr­rad ein­la­den. Der Rad­ver­kehrs­an­teil im Gesamt­ver­kehr von Koblenz muss in den kom­men­den 20 Jah­ren auf 50 Pro­zent stei­gen. Dies bedingt, dass der Stra­ßen­raum neu auf­ge­teilt wird. Der Auto­ver­kehr darf von PoliPk und Ver­wal­tung nicht mehr als gege­be­ne Grö­ße hin­ge­nom­men wer­den und Rad­ver­kehrs­för­de­rung nur in dem Raum sta­qin­den, der übrig bleibt. Wir wol­len eine wirk­li­che Gleich­be­rechPgung der Ver­kehrs­trä­ger und dazu benöPgt das Fahr­rad deut­lich mehr Platz auf der Fahr­bahn. Des­we­gen for­dern wir:

Unse­re gemein­sa­men Kern­for­de­run­gen:
Beson­de­rer Schutz für Rad­fah­ren­de
Rad­ver­kehrs­freund­li­che Kreu­zungs­be­rei­che
Ein­rich­tung von Fahr­rad­stra­ßen
Mehr Fahr­rad­ab­stell­an­la­gen
För­de­rung des Rad­ver­kehrs ins­be­son­de­re auch an Schu­len und Kin­der­gär­ten
För­de­rung von Las­ten­rä­dern und Fahr­rad­an­hän­gern
Öff­nung der Ein­bahn­stra­ßen in Gegen­rich­tung für den Rad­ver­kehr
Kon­se­quen­tes Frei­hal­ten von Rad- und Fuß­we­gen

Auf kei­nen Fall aber dür­fen Bahn­tras­sen zukün­Dig für Rad­we­ge abge­ris­sen wer­den. Es gilt: Bahn UND Rad, denn bei­de pro­fi­Pe­ren zusam­men. Rad­we­ge in der Stadt wer­den von ganz ande­ren Men­schen genutzt als im länd­li­chen Raum. Dort die­nen Rad­we­ge über­wie­gend der Frei­zeit und dem Tou­ris­mus. Ob sol­che Wege über­haupt genutzt wer­den, ist auch abhän­gig von den Jah­res­zei­ten und dem WeTer, schließ­lich gibt es ja kei­ne Win­ter­diens­te. Einen Rad­weg auf der Tras­se Koblenz-Bas­sen­heim lehnt das Bünd­nis des­we­gen kate­go­risch ab, auch weil es par­al­lel schon gut aus­ge­bau­te Wege für Rad­fah­rer gibt.

Stär­kung des Fuß­ver­kehrs

Siche­re Bewe­gungs­frei­heit zu Fuß

Zu Fuß gehen ist die Grund­vor­aus­set­zung für jeg­li­che Mobi­li­tät. Alle Ver­kehrs­we­ge begin­nen oder enden zu Fuß – von der Haus­tür zum Park­platz, vom Fahr­rad­stän­der zur Buch­hand­lung, von der Bus­hal­te­stel­le zur Schu­le. Gehen ist das Bin­de­glied zwi­schen den Ver­kehrs­mit­teln. Und doch wird der Fuß­ver­kehr nicht als gleich­be­rech­tigt wahr­ge­nom­men. Das macht zu Fuß gehen in Deutsch­land nicht attrak­tiv.

Wer läuft, hat unter Abga­sen, Lärm und Enge zu lei­den und setzt sich Unfall­ge­fah­ren aus.
Des­halb for­dern wir:
– siche­re, kom­for­ta­ble, abge­senk­te und brei­te Wege für Fuß­gän­ger
– gemisch­te Rad- und Fuß­we­ge kon­flik­l­rei gestal­ten
– län­ge­re und siche­re Grün­pha­sen
– geziel­ter Ein­satz von Tem­po 30

Und etwas, das vie­len Men­schen viel­leicht gar nicht bewusst ist: Die Erfül­lung die­ser For­de­run­gen nützt nicht nur direkt dem Fuß­ver­kehr, son­dern hilft auch mit, dem all­ge­mei­nen Bewe­gungs­man­gel vor­zu­beu­gen, die Gesund­heit der Bevöl­ke­rung zu ver­bes­sern und den Kli­ma­wan­del auf­zu­hal­ten. Gehen ist das kli­ma­neu­trals­te und das natür­li­che Fort­be­we­gungs­mit­tel des Men­schen!

Ver­bes­se­rung der Lebens­qua­li­tät

Eine leben­di­ge Stadt für alle

Wenn wir an Städ­te mit hoher Lebens­qua­li­tät den­ken, dann den­ken wir an Ams­ter­dam, Kopen­ha­gen oder Wien. Was haben die­se Städ­te gemein­sam? Dort gibt es Was­ser, schö­ne Stadt­ker­ne mit viel Geschich­te. All das hat Koblenz auch und dem­entspre­chen­des Poten­zi­al, die Lebens­qua­li­tät zu ver­bes­sern. Dafür lohnt zu schau­en, was erfolg­rei­che Städ­te zu bie­ten haben: Fahr­rad­we­ge, einen gut aus­ge­bau­ten ÖPNV und aus­ge­dehn­te Fuß­gän­ger­zo­nen.

Koblenz kann das auch! Die Fuß­gän­ger­zo­ne lie­ße sich in alle Him­mels­rich­tun­gen erwei­tern und z.B. mit Sitz­bän­ken und Trink­brun­nen attrak­ti­ver gestal­ten. Dort wo kei­ne Erwei­te­rung mög­lich ist und wei­ter enlernt vom Stadt­zen­trum könn­te man ver­kehrs­be­ru­hig­te Berei­che ein­rich­ten, mit Grü­n­oa­sen und Spiel­plät­zen für die Anwoh­ner. Park­häu­ser, wenn schon vor­han­den, könn­te man mit offe­nen Fas­sa­den und Begrü­nung ver­schö­nern. Und über­haupt: Grün und Bäu­me wo es nur geht, in den immer hei­ße­ren Som­mern wird jeder Baum­scha­Ten und jedes küh­len­de grün unse­re Lebens­qua­li­tät immens erhö­hen. Wel­ches Poten­zi­al es in der Stadt für Rad­ver­kehr und den ÖPNV gibt, wur­de zuletzt häu­fig dis­ku­tiert. Jetzt heißt es nur noch: end­lich anfan­gen!

Spur­wech­sel

Stre­cken & Part­ner

Alle spre­chen von selbst­fah­ren­den Autos. Die gibt es aber schon seit mehr als 150 Jah­ren und hei­ßen – ZUG. Schie­nen­ver­kehr garan­tiert Mobi­li­tät für alle Bür­ge­rin­nen und Bür­ger – fle­xi­bel, selbst­be­stimmt und kom­for­ta­bel. Die Eisen­bahn stärkt den Logis­tik-Stand­ort Deutsch­land als unver­zicht­ba­ren Teil in den Lie­fer- und Pro­duk­ti­ons­ket­ten und ist dabei Vor­rei­ter für eine kli­ma­neu­tra­le, elek­tri­sche Mobi­li­tät. Wir for­dern des­halb von der Poli­tik und den Bran­chen­ver­tre­tern eine ent­schlos­se­ne und kon­se­quen­te Ent­schei­dung für den öko­lo­gisch und öko­no­misch effi­zi­en­ten Ver­kehr auf der Schie­ne. Der Schie­nen­ver­kehr braucht fai­re Rah­men­be­din­gun­gen im Wett­be­werb zu ande­ren Ver­kehrs­trä­gern, eine aus­rei­chen­de Finan­zie­rung des Sys­tems Schie­ne und ein glaub­haf­tes poli­ti­sches Bekennt­nis.

Genau dafür ist das „Bünd­nis für die Ver­kehrs­wen­de im nörd­li­chen Rhein­land-Pfalz“ ange­tre­ten nach dem Mot­to: Eine Regi­on für die Bahn, sechs Bah­nen für die Regi­on.

West­ei­fel­bahn Gerol­stein — Prüm

Von der ehe­ma­li­gen Bahn­stre­cke Gerol­stein über Prüm nach St. Vith lie­gen die Glei­se noch bis Prüm und sind im Eigen­tum der Gebiets-kör­per­schaf­ten. Die Betriebs­ge­neh­mi­gung der Rhein-Sieg-Eisen­bahn wur­de vom Land RLP 2017 mit dem „Argu­ment“ der Untä­tig­keit wider­ru­fen. Die Vul­kan-Eifel-Bahn aus Gerol­stein hat darau­vin einen neu­en Antrag gestellt. Die kom­mu­na­len Eigen­tü­mer ver­wei­gern aber nach wie vor das Betre­ten der Glei­se um an der Infra­struk­tur Sanie­rungs­ar­bei­ten durch­füh­ren zu kön­nen. Zuletzt wur­den Fak­ten geschaf­fen und eine Bahn­brü­cke über eine Bun­des­stra­ße bei Gerol­stein abge­ris­sen

Infos unter www.ig-westeifelbahn.de

Eifel­quer­bahn Gerol­stein — Daun — Kai­ser­sesch

Wäh­rend auf der Eifel­quer­bahn im AbschniT Ander­nach – May­en – Kai­ser­sesch ein gut­aus­ge­bau­tes Nah­ver­kehrs­an­ge­bot besteht, ruht seit dem Jahr 2013 der Ver­kehr auf dem AbschniT Kai­er­sesch – Ulmen – Daun – Gerol­stein. Nach 12 Jah­ren mit einem sai­so­na­len Tou­ris­tik­an­ge­bot wur­de die Stre­cke zum 31.12.2012 betrieb­lich gesperrt. In den fol­gen­den Jah­ren wur­den ver­schie­de­ne Gut­ach­ten in AuD­rag gege­ben, die einen Betrieb im öffent­li­chen Per­so­nen­nah­ver­kehr sowie für tou­ris­ti­sche Fahr­ten unter­such­ten. Wäh­rend die­ser Zeit wur­de die Stre­cke wei­test­ge­hend sich selbst über­las­sen und immer wei­ter von der Natur zurück­er­obert.

Der neu gegrün­de­te Ver­ein Eifel­quer­bahn e.V. setzt sich seit 2018 dafür ein, dass in einem ers­ten Schritt der Betrieb zwi­schen Daun und Kai­ser­sesch zeit­nah wie­der auf­ge­nom­men wer­den kann, da der Infra­struk­tur­zu­stand hier deut­lich bes­ser ist als im Abschnitt Gerol­stein – Daun. So wur­de erst im Jahr 2008 der 15 Kilo­me­ter lan­ge Abschnitt Kai­ser­sesch – Ulmen umfang­reich saniert, wobei hier auf einer Län­ge von 7 Kilo­me­tern die Stre­cke kom­plett erneu­ert wur­de. Der Ver­ein wird sich dafür ein­set­zen, dass mit den hier inves­tier­ten Steu­er­gel­dern ver­ant­wor­tungs­be­wusst umge­gan­gen wird und die Inves­ti­ti­on nach­hal­tig genutzt wird. Es haben sich mitt­ler­wei­le zwei Bahn­ge­sell­schaf­ten bewor­ben, die Infra­struk­tur zu über­neh­men und die Stre­cke schriT­wei­se wie­der zu reak­ti­vie­ren.

Infos unter www.eifelquerbahn.com

Koblen­zer Stadt­bahn Koblenz HBF- KoLüt­zel — KoMet­ter­nich — Bas­sen­heim

Der letz­te Teil der ehe­ma­li­gen Stre­cke Koblenz-May­en Ost ist im Besitz der Stadt Koblenz. Ger­ne wür­de man auch hier die Glei­se abrei­ßen und einen Rad­weg bau­en, obwohl eine Reak­ti­vie­rung vor allem im Hin­blick auf vie­le Pend­ler, dem neu­en Güter­ver­kehrs­zen­trum und dem anste­hen­den Neu­bau der Ver­wal­tung der Com­puG­roup drin­gend gebo­ten ist. Das Bünd­nis ver­sucht als ers­te Ziel­set­zung, die Ent­wid­mung die­ser Stre­cke zu ver­hin­dern und die regio­na­le Wirt­schaD vom Erhalt der Tras­se zu über­zeu­gen, um hier spä­ter eine Koblen­zer Stadt­bahn imple­men­tie­ren zu kön­nen

Brex­bach­t­al­bahn Neu­wied — Ben­dorf – Höhr-Grenz­hau­sen-Sies­hahn

Die land­schaD­lich hoch­a­Trak­ti­ve Brex­bach­t­al­bahn ver­bin­det die rech­te Rhein­stre­cke mit der Unter­wes­ter­wald­bahn und ver­läuD von Neu­wied-Engers über Ben­dorf, Grenzau und Rans­bach-Baum­bach nach Siershahn. Am 1. August 1994 wur­de der Ver­kehr im letz­ten AbschniT ein­ge­stellt, die Stre­cke still­ge­legt. Am 26. März 2007 grün­de­ten Bür­ger in Ben­dorf den Ver­ein Brex­bach­t­al­bahn e. V. mit dem Ziel, die Bahn zusam­men mit Eifel­bahn Ver­kehrs­ge­sell­schaft mbH aus Linz wie­der zu reak­ti­vie­ren. Dafür wur­de die Stre­cke gepach­tet und ein Ver­kehrs­be­dürf­nis for­mu­liert. Seit dem lau­fen die Bemü­hun­gen zur Reak­ti­vie­rung für den Tou­ris­mus. In den Jah­ren 2009–2013 wur­den im Teil­ab­schnitt Grenzau-Siershahn erfolg­reich Tou­ris­tik­fahr­ten ange­bo­ten. Aktu­ell sind für die Abschnit­te Grenzau-Siershahn, Grenzau-Höhr Grenz­hau­sen und Engers-Abtei Sayn/​Bendorf die Unter­neh­mens­ge­neh­mi­gun­gen erteilt. Nach einer Abnah­me­fahrt durch die Behör­den Ende August 2019 erfol­gen aktu­ell die Arbei­ten, um bald ers­te Tou­ris­tik­fahr­ten anbie­ten zu kön­nen. Sie sind dann der Beginn für einen wie­der durch­gän­gi­gen Betrieb.

Infos unter www.diebrex.de

Aar­tal­bahn Diez-Michel­bach (Bad-Schwal­bach-Wies­ba­den)

Die Aar­tal­bahn zwi­schen Diez an der Lahn — Aar­ber­gen — Bad Schwal­bach- Tau­nus­stein und Wies­ba­den zählt zu den schöns­ten MiT­el­ge­birgstre­cken in Deutsch­land. Die Stre­cke der Aar­tal­bahn führt durch die bei­den Bun­des­län­der Rhein­land Pfalz und Hes­sen. Dabei ist der hes­si­sche Teil der Stre­cke seit 1987 Denk­mal geschützt und damit Hes­sens längs­tes Bau­denk­mal. Das Aus für die Aar­tal­bahn kam im Jahr 2000, als das letz­te Teil­stück für den Güter­ver­kehr auf der Stre­cke von Diez bis KeTen­bach sPll­ge­legt wur­de. Bereits seit 1986 fand auf der gesam­ten Aar­tal­bahn kein Per­so­nen­ver­kehr mehr staT, auf der hes­si­schen sei­te jedoch erfolg­rei­che Tou­ris­Pk­fahr­ten zwi­schen Wies­ba­den und Hohen­stein. Der im Jahr 2002 gegrün­de­te Arbeits­kreis Aar­tal­bahn auf Rhein­land-Pfäl­zi­scher Sei­te hat sich zum Ziel gesetzt, lang­fris­Pg die ReakP­vie­rung der gesam­ten Stre­cke zu errei­chen. Zum 31.12.2013 haben die bei­den Ver­bands­ge­mein­den Diez und Hahn­stä­Ten die Stre­cke zwi­schen Diez und der hes­si­schen Lan­des­gren­ze von der DB Netz AG gekauD und damit eine wei­te­re wich­ti­ge Vor­aus­set­zung zur Stre­cken­re­ak­ti­vie­rung geschaf­fen. Der Zweck­ver­band Schie­nen­per­so­nen­nah­ver­kehr Rhein­land-Pfalz-Nord beschloss darau­vin die Reak­ti­vie­rung. Anwoh­ner, die wohl Lärm­be­läsPgun­gen befürch­ten, schal­ten darau­vin den Lan­des­rech­nungs­hof ein wegen angeb­li­cher Steu­er­ver­schwen­dung für das Pro­jekt. Seit­dem ruhen alle Akti­vi­tä­ten – bis auf sai­so­na­le Drai­si­nen­fahr­ten zwi­schen Ket­ten­bach und Hahn­stät­ten.

Infos unter www.arbeitskreis-aartalbahn.de

Huns­rück­quer­bahn Lan­gen­lons­heim- Sim­mern-Mor­bach-Her­mes­keil-Tür­kis­müh­le

Die Eisen­bahn­stre­cken im Huns­rück und Hoch­wald sind ein kom­ple­xes The­ma. Vom regu­lä­ren Nah­ver­kehr über einen tou­ris­ti­schen Aus­flugs­ver­kehr bis hin zur Ver­hin­de­rung des Stre­cken­ab­baus sind die ein­zel­nen Fel­der weit gefä­chert. Der­zeit lie­gen 133 km Neben­bahn­stre­cke im Huns­rück und Hoch­wald unge­nutzt. Die Tras­se von Lan­gen­lons­heim über Strom­berg, Sim­mern, Büchen­beu­ren, Mor­bach, Her­mes­keil und Nonn­wei­ler nach Tür­kis­müh­le ist noch kom­plett vor­han­den. Die­se Stre­cke lässt sich in drei Abschnit­te ein­tei­len:

  • Huns­rück­quer­bahn
  • Natio­nal­park­bahn
  • Hoch­wald­bahn

Die IG Natio­nal­park­bahn Huns­rück-Hoch­wald setzt sich für den Erhalt der Bahn­stre­cke Tür­kis­müh­le-Her­mes­keil- Mor­bach-Büchen­beu­ren ein. Ziel ist ein nach­hal­ti­ger tou­ris­ti­scher Bahn­ver­kehr als wei­te­re Attrak­ti­on zum Natio­nal­park, der heu­te zu einer „Hot­spot-Regi­on für bio­lo­gi­sche Viel­falt“ zählt. Seit 3 Jah­ren ruht der Ver­kehr, die Infra­struk­tur ver­rot­tet.

Infos unter www.ig-nationalparkbahn.de

Anschluss an die Zukunft

Koblenz wächst. Die Mobi­li­tät nimmt zu. Der Ver­kehr muss sich ver­än­dern. Koblenz am Welt­kul­tur­er­be Mit­tel­rhein­tal im Schnitt­punkt zahl­rei­cher Ver­kehrs­we­ge ist attrak­tiv. Das Umland bie­tet einen hohen Frei­zeit­wert. Des­we­gen ver­fügt die Stadt über über­durch­schnitt­lich vie­le Arbeits­plät­ze bezo­gen auf 1.000 Ein­woh­ner. Immer mehr Men­schen wol­len des­halb in und um Koblenz woh­nen was zwangs­läu­fig mehr Berufs,-Güter,-und Frei­zeit­ver­kehr bedeu­tet. Die ver­füg­ba­ren Flä­chen für Ver­kehrs-Infra­struk­tur ist auf­grund der topo­gra­fi­schen Lage begrenzt und muss lang­fris­tig sinn­voll geplant und genutzt wer­den. Des­we­gen ist jetzt der rich­ti­ge Zeit­punkt, ein neu­es, leis­tungs­fä­hi­ges Ver­kehrs­sys­tem in Stadt und Regi­on zu ent­wi­ckeln: die Stadt­Bahn Koblenz auf den vor­han­de­nen und gewid­me­ten Glei­sen der ehe­ma­li­gen Bahn­stre­cke Koblenz-May­en zwi­schen Haupt­bahn­hof und Bas­sen­heim an der A 61.

Ein sol­ches Ange­bot wäre ein wirk­mäch­ti­ges Instru­ment mit hoher Akzep­tant, Fahr­kom­fort und wür­de Auto­fah­rer zum Umstei­gen bewe­gen. Trams, Stra­ßen- und S‑Bahnen oder moder­ne Züge bestim­men heu­te das Bild einer Stadt und deren Außen­wir­kung. Eine Groß­stadt ohne ein sol­ches Ange­bot bleibt pro­vin­zi­ell und ver­passt die Ver­kehrs­wen­de.

Kon­takt Bünd­nis für Ver­kehrs­wen­de nörd­li­ches Rhein­land-Pfalz
PRO BAHN: Mar­tin Men­del . Mail: probahn.rlp.martin.mendel@email.de
BUND: Egbert Bialk . Mail: e.bialk@t‑online.de
VCD: Mario Pott . Mail: mariopott@web.de
BIKO: Dr. Karl-Georg Schroll . Mail: karlgeorg.schroll@yahoo.de
Brex: Ger­not Kall­weit . Mail: g.kallweit@t‑online.de

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